Minderwertigkeitskomplexe überwinden trotz Depression - 5 Tipps

Minderwertigkeitskomplexe treten oft zusammen mit einer Depression auf. Betroffene fühlen sich also nicht nur minderwertig, sondern auch noch depressiv, weil sie nicht wissen, warum sie Komplexe haben und dass/wie sie ihre Minderwertigkeitskomplexe überwinden können.

Sehr gut beschreiben das die Erfahrungen von Anna, die mir ihre Probleme über das Internet geschildert hat. Ich gebe die Story hier einmal in gekürzter Form wieder:

Hallo. Ich such seit ein paar Monaten nach einer Lösung für meine Probleme, bin aber sehr unentschlossen und weiß nicht so Recht was ich tun soll. Seit 2 Jahren habe ich eine schlimmer werdende Depression, die sich vor allem durch Minderwertigkeitskomplexe und soziale Angst bemerkbar macht. Die meisten Menschen in meinem Umfeld und vor allem mein Freund versteht meine Probleme nicht, weswegen ich mich sehr einsam fühle. Mir fällt es unglaublich schwer, mit anderen Menschen zu reden, einem Hobby nachzugehen und aufgrund meiner Minderwertigkeitskomplexe setze ich Prüfungen und andere wichtige Dinge in den Sand. Ich habe das Gefühl, dass alle auf mich herab schauen, ich zu nichts nutze bin und, dass meine Minderwertigkeitskomplexe und meine Depression immer stärker werden.

Ich habe absolut keine Motivation, weiß nicht, was ich im Leben will und denke immer nur, dass ich nichts schaffe. Leider merke ich erst jetzt wie viele Freundschaften ich dadurch verloren habe. Meine Minderwertigkeitskomplexe wurden so stark das ich aggressiv davon wurde. Aggressiv gegenüber anderen Menschen, weil ich unglaublich neidisch auf andere werden kann.

Wenn ich einem Arbeitskollegen helfen sollte, wollte ich schon oft seinen Arbeitsplatz so verändern, dass er vom Chef angeschissen wird, oder war kurz davor, ihm Sachen zu klauen, weil ich neidisch war. Zudem finde ich mich so hässlich das ich meinem Freund, den ich ja liebe, manchmal verbieten will (und schon habe) mich anzusehen. Aus purem Selbsthass. (gestörtes Selbstbild)

Anna´s Erfahrungen sind ein gutes Beispiel, wie Minderwertigkeitskomplexe, sofern man sie über einen längeren Zeitraum nicht überwinden konnte, zu Depressionen führen können. Betroffene sehen mehr und mehr ausschließlich ihre Probleme, weil sie ihre Gedanken und Gefühle über einen sehr langen Zeitraum genau darauf gerichtet haben, jedoch nicht auf die Lösung. In den meisten Fällen geschieht dies aus Unwissenheit darüber, dass wir unsere Probleme nur verstärken, wenn wir uns auf sie konzentrieren.

Deshalb hier 5 Tipps, die du anwenden kann, wenn du bereits so starke Minderwertigkeitskomplexe hast, dass daraus eine Depression entstanden ist. 

Tipp 1: Die Zukunft sieht anders aus

Viele Menschen, die unter einem mangelndem Selbstwertgefühl leiden glauben fälschlicherweise, dass sie ihre Probleme auch in Zukunft haben werden. Du liest diesen Beitrag jedoch um zu erfahren, dass dies nicht zutreffend ist. Auch du kannst du um 180 Grad verändern und ein neues Leben nach deinen Wünschen aufbauen. Wenn du dich dazu entschiedest.

Mach dir also Hoffnung und Motivation, dass du dein Leben in die eigenen Hände nehmen kannst und auch wirst, sofern du die richtige Unterstützung bekommst.

Deine derzeitige Situation ist nicht statisch. Sie kann sich sehr schnell verändern. Deine Minderwertigkeitskomplexe sind nicht die ganze Realität, sondern nur eine vorübergehende Fehlfunktion deines Gehirns, die durch geeignete Mittel verändert werden kann.

Tipp 2: Fokus auf das Positive richten

Eine der wichtigsten Lektionen, die ich selbst über die letzten Jahre lernen durfte, ist die Dankbarkeit. Der einzige Grund, warum wir in unserem Leben nicht genug von dem sehen, wofür wir dankbar sein können, besteht darin, dass wir einen zu langen Zeitraum zu wenig Dankbarkeit praktiziert haben. Wir müssen uns bewusst entschieden, dankbar zu sein und den ersten Schritt in diese Richtung machen. 

Konzentriere dich einmal eine Woche jeden Tag ständig auf das, wofür du dankbar sein kannst. Du hast sicher zwei Arme, zwei Beine und du lebst. Alleine, dass du lebst ist, wissenschaftlich belegt, ein großer Zufall, für den wir unendlich dankbar sein sollten. 

Wenn du dich eine Woche auf das konzentrierst, was du bereits hast und dankbar dafür bist, wirst du mehr Dinge in deinem Leben bemerken, für die du dankbar sein kannst. Dieses Spiel kannst du dann weiter führen, bis immer tollere Menschen und Umstände in dein Leben kommen, die dich glücklich machen.

Tipp 3: Stärken und Schwächen

Wer ständig das Gefühl hat, unvollkommen oder fehlerhaft zu sein, sollte zunächst versuchen, zu verinnerlichen, dass es keine perfekten Menschen gibt und, dass es gar nicht darauf ankommt. Im Leben eines erfolgreichen Menschen geht es um ganz andere Dinge.

Eines der wichtigsten Dinge, auf die es im Leben wirklich ankommt, ist die eigene persönliche Entwicklung. Je größer und heller die Sonne in dir ist und je klarere Ziele du im Leben hast, desto glücklicher und erfolgreicher wirst du. 

Eine weitere Sache ist, dass du deine Stärken und Schwächen erkennst. Ausnahmslos jeder Mensch besitzt auf der einen Seite besondere Talente und macht auf der anderen Seite Fehler. Nun geht es darum, deine Stärken zu finden, diese zu stärken und dein Leben darauf aufzubauen. Genauso wie deine Stärken von anderen Mitmenschen wertgeschätzt werden, so werden auch Fehler verziehen und vergessen, sofern du dir zuvor selbst vergeben und verziehen hast.

Tipp 4: Beobachte deine Gedanken

Menschen, die eine Depression aufgrund ihrer Minderwertigkeitskomplexe haben, denken negativ über sich selbst. Sie fokussieren sich nicht auf ihre Stärken, sondern auf ihre Schwächen. Sie schauen nicht darauf, was gut läuft und welche Pläne und Ziele sie im Leben haben, sondern sie schauen darauf, was nicht gut läuft und welche Schwächen sie haben. 

Mach dir klar, dass jeder negative Gedanke, niemals förderlich für dich sein wird. Beobachte deine Gedanken und schreibe sie eine Woche lang auf. Erkenne oft wiederkehrende Gedanken, schreibe sie auf und stoppe sie, sobald sie auftauchen und ersetze sie durch positive Gedanken. Diese positive Gedanken solltest du dann so oft wie möglich mit verschiedenen Techniken in deinem Geist wiederholen.

Durch stetige Wiederholung werden diese Sätze im Unterbewusstsein fest verankert. Sobald sie im Unterbewusstsein angekommen sind, verwirklichen sie sich automatisch langsam in unserem Leben. Das Aufsagen kann durch Aufschreiben in ein Notiz-Block unterstützt werden.

Tipp 5: Besiege deine Ängste

Oft werden Minderwertigkeitskomplexe und Depressionen durch das Unterlassen von Handlungen am Leben gehalten, die uns stärker machen könnten. Manche Minderwertigkeitskomplexe können schnell dadurch überwunden werden, wenn sich Betroffene ihren damit verknüpften Ängsten stellen.

Schreibe dir also 3 Situationen oder Menschen auf, die dir Kummer und Angst bereiten. Welche Gedanken kommen dir dann durch den Kopf. Warum habe ich gerade dann Angst und Minderwertigkeitskomplexe?

Akzeptiere diese Angst und stelle dich deiner Angst in kleinen Schritten. Solltest du also Minderwertigkeitskomplexe als Mann bei der Kommunikation mit schönen Frauen haben, könntest du damit beginnen, schöne Frauen aus deiner Stadt nach dem Weg zu fragen und dich so zu steigern. Beobachte in diesem Prozess deine Gedanken und ersetze Negative durch Positive.

Blicke in die Zukunft

Der wahrscheinlich wichtigste Tipp zum Thema Minderwertigkeitskomplexe und Depression ist, in deine bessere Zukunft zu schauen. Hoffe auf eine bessere Zeit. Setze dir Ziele und male dir genau aus, wie dein neues, besseres Leben, mit mehr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl aussehen wird. Es ist dein Leben, das auf dich wartet, sobald du deine Minderwertigkeitskomplexe überwinden konntest.

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